Lego – die Geschichte

Kennen Sie die Geschichte von Lego? Woher kommt der Name? Was steckt hinter Lego? Mit diesem Artikel möchte ich diese Fragen beantworten.

Die Ursprünge der Legosteine liegen in Dänemark. Genauer in der Provinzstadt Billund. Der Gründer der Lego Dynastie ist Ole Kirk Christiansen, Zimmermann und Tischler von Beruf. Er wurde am 7. April 1891 in Filskov, Mittel-Jütland, geboren. Schon als Kind musste er Schafe hüten und nach der Konfirmation lernte er bei einem älteren Bruder das Tischler- und Zimmermann-Handwerk. Anschliessend arbeitete er an verschiedenen Orten in Deutschland und Norwegen. Im Alter von 26 jahren kaufte er das “Billund Maschinentischlerei und Zimmergeschäft”. Damit war 1916 der Grundstein für die Lego Geschichte gelegt.

Mit kleinen Aufträgen, die Ole Kirk Christiansen sehr gewissenhaft ausführt, erhielt er treue Kunden. Er konnte trotz schwieriger wirtschaftlicher Situation für seine Frau und seine vier Söhne sorgen. Im Jahr 1932 starb seine Frau und Ole Kirk Christiansen war für seine Söhne alleine verantwortlich. Die beiden älteren Söhne (13 und 15 Jahre )wurden gegen Kost und Logis bei Bauern plaziert. Die beiden Kleinen blieben beim Vater. Speziell Godfred, der zweitjüngste unterstützte seinen Vater stark. Er half ihm, obwohl erst 12 Jahre alt, das Hauptbuch zu führen und Rechnungen zu schreiben. Mit 14 Jahren, nach Beendigung der Dorfschule trat Godfred in das Geschäft des Vaters ein.

Um die Kassen aufzubessern kam der Tischler von Billung auf die Idee Bügelbretter, Trittbretter, Malerleitern, Weihnachtsbaumständer und Hocker herzustellen. Daher kaufte Ole Kirk Christiansen in Deutschland eine Oberfräse. Obwohl der Jahresumsatz nur 4’000 Kronen betrug, investierte er 5’000 Kronen in die Maschine.

1934 heiratete Ole Kirk Christiansen ein zweites Mal. Ein Jahr später kam das 5. Kind der Familie, Ulla, auf die Welt. In dieser Zeit begann Ole Kirk in der Freizeit, aus dem Abfallholz Mini-Trittleitern und Bügelbretter für Puppenstuben zu basteln. Dies waren die ersten Holzspielwaren, die in Billund gebaut wurden. Ein Grosshändler schaute zufällig in der Wertstatt vorbei und war von den Spielwaren begeistert. Er gab dem Tischler Ole Kirk Christiansen einen Gossauftrag. Als der Auftrag fertig erstellt war, ging der Händler pleite und Ole Kirk Christiansen musste seine Spielwaren selber verkaufen. Er klapperte alle Läden der Umgebung ab und konnte glücklicherweise alles verkaufen. Als Entgelt bekam er aber kein Geld sondern Lebensmittel.

Der inzwischen 17-jährige Godfred bekam den Auftrag, neue Spielzeugmodelle zu  entwerfen. Daher besuchte er die Handwerksschule in Haslev. Das reine Fachzeichnen machte ihm keinen Spass. Daher entwarf er lieber Spielzeug-Modelle. Ob wohl das Geld immer noch knapp war und einmal alle 9 Geschwister von Ole für einen Kredit bürgen mussten, konnte Ole Kirk Christiansen und seine Familie, dank grossem Einsatz und sehr guter Qualität (Motto “Nur das Beste ist gut genug”), die Produktion stetig ausbauen.

Ende der Dreissiger Jahre setzte sich das Spielzeug aus Billund in Dänemark langsam durch. Da jedes Teil, das die Werkstatt verliess mit dem Firmennamen versehen werden sollte, wurde ein kurzer, einprägsamer Name gesucht. “Spielzeug aus der Tischlerei Christiansen in Billung” war zu lang. Da viel Ole der Name LEGO ein. Er setzt sich aus den ersten Silben der dänischen Wörtern “leg godt” “Spiel gut” zusammen. Nun wurde jeder Artikel aus der Billunder Werkstatt mit dem Namen LEGO versehen.

Kurz darauf brach der zweite Weltkrieg aus. Obwohl während dem Krieg alle knapp war, kauften die Eltern für Ihre Kinder weiterhin das fröhlich-bunte, qualitativ hochstehende und gleichzeitig billige LEGO Holzspielzeug, um die trüben Zeiten vergessen zu lassen. Dadurch stieg der Umsatz langsam aber stetig. Am 24. April 1944 wurde aus der Werkstatt die “Spielzeugfabrik LEGO Billund S/A”.

Nach dem Krieg wollte Ole Kirk Christiansen mit den neuen Kunststoffen Erfahrungen sammeln. Er kaufte daher 1947 eine kleine Spritzgussmaschine zur Herstellung von Spielzeug der britischen Firma Windsor. Als erstes Spielzeug wurde der Ferguson Traktor nachgebaut. In der Zwischenzeit arbeiteten alle Söhne von Ole in der Firma mit. Die Firma boomte und Ende 1949 wurden mehr als 200 verschiedene Produkte aus Holz und Kunststoff produziert. Im gleichen Jahr tauchten die ersten “Lego Klötze” auf. Sie hiessen “Automatic Binding Bricks”.  Die Steine wurden weiterentwickelt und 1953 in “LEGO Murstein” (“Mauersteine”) umgetauft.

1951 erlitt Ole Kirk Christiansen eine erste Hirnblutung. Da er sich nicht mehr ganz erholt hatte, übernahm Godfred allmählich die Funktionen seines Vaters. 1954 traf Godfred zufällig den Einkaufschef des berühmten Kopenhagener Kaufhauses “Magazin du Nord”. Dieser teilte ihm mit, dass bei den bekannten Spielwaren ein System fehlte. Godfred entwickelte daraufhin die Grundregeln für das LEGO-System:

  • unbegrenzte Spielmöglichkeiten
  • für Mädchen und Knaben
  • begeistert alle Altersgruppen
  • Ganzjahresspiel
  • gesundes und ruhiges Spiel
  • Entwicklung, Fantasie, Kreativität
  • mehr LEGO vervielfacht den Spielwert
  • leicht zu ergänzen
  • perfekte Qualität

Die Frage war nun, welches Spielzeug aus der LEGO Werkstatt diese Kriterien erfüllte? Der Baustein aus Kunststoff. Der schwerverkäufliche “Mursten” wurde neu konstruiert. Zusätzlich zu den Noppen auf der Oberfläche, wurden auf der Unterseite Röhrchen angebracht. Damit waren die Steine unbegrenzt steck- und stapelbar. Die Qualität der Steine war zu dieser Zeit noch nicht ausreichend. Daher wurde stetig weiterentwickelt. 1957 war die heutige Lösung geboren. Nun musste der Stein möglichst rasch patentiert werden. Am 28. Januar 1958 war es soweit. Der LEGO-Stein war patentiert.

Bis heute entwickelt sich LEGO, mit kleineren und grösseren Auf- und Ab’s, weiter. Den aktuellen Stand von Lego können Sie hier entnehmen: LEGO -Geschichte

 Bei Spielzeug24 finden Sie eine grosse Auswahl von Lego Artikeln.

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2 Kommentare gepostet von »

  1. 1

    Enrico Kettel schreibt,

    3, Januar, 2010 @ 18:39

    Habe mal eine Frage ,aus welchem Land kommt LEGO???

  2. 2

    Maeder schreibt,

    4, Januar, 2010 @ 13:29

    Die Legosteine werden heute in Dänemark und Tschechien hergestellt.

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