Zurück von der Spielwarenmesse

Soeben sind wir, meine Frau und ich von der Spielwarenmesse International Toy Fair Nürnberg zurückgekehrt. Ich kann sagen, Nürnberg war eine Reise wert. Die Anreise am Sonntag verlief reibungslos. Am Montag strömten ab 08.30 Uhr Fussgänger, Taxis, Autos und Busse in Richtung Messe. Wir folgten dem Strom und so fanden wir die Messe auf direktem Weg. Die Messehallen an sich sind sehr eindrucksvoll und gross. Als Vergleich, die Messe ist etwa dreimal so gross wie die OLMA. Mit unseren eTickets konnten wir sofort Tagestickets beziehen und dank den Hallenplänen fanden wir uns rasch zurecht. Leider musste ich feststellen, dass das Fotografieren verboten war. Ich habe mich mehrheitlich daran gehalten und kann daher wenige Fotos zeigen. Die Damen an der Garderobe teilten uns mit, dass am Donnerstag und Freitag unheimlich viel los war und dass Sie heute weniger Leute erwarten.

Bei den Messeständen machte sich rasch eine 3 Klassengesellschaft bemerkbar. Bei den einen war der meistens sehr grosse Messestand von aussen kaum einsehbar. In den Messestand kam man meistens nur, wenn man einen Termin mit einem Vertreter der Firma hatte. Im Innern waren die Stände sehr eindrucksvoll die Spielwaren-Neuheiten waren alle sehr schön ausgestellt und wurden einem ausführlich erklärt. Zusätzlich gehörte zu diesen Messeständen eine Besprechungszone, in der die Gespräche geführt werden konnten. Es war eindrucksvoll, mit welchem Aufwand diese Messestände gestaltet und betrieben wurden. Am Anfang fragte ich mich, weshalb diese Firmen sich nicht mehr öffnen. Es wurde mir aber mehrmals bestätigt, dass die Gefahr von Nachahmerprodukten sehr gross ist. Mit dieser Art von Messeständen wolle man verhindern, dass das Nachahmerprodukt vor dem Originalspielzeug auf dem Markt ist. Dass diese Gefahr besteht, merkte man bei einzelnen kleinen Ständen. Diese priesen Spielwaren an, die optisch den Originalen sehr ähnlich waren.

Zur 2. Kategorie der Messestände zähle ich Messestände, die die Spielwaren sehr schön und aufwendig präsentiert haben, die ober offener waren. Wenn man sich am Eingang mit einer Visitenkarte auswies, konnte man den Stand betreten. Auf Anfrage wurde man auch durch den Stand geführt. 

Zur 3. Kategorie zähle ich die Vielzahl der kleinen Stände (circa 10 – 30m2). Diese Messestände wurden mehrheitlich von Firmen mit einem schmalen Spielwarensortiment belegt. Als Besucher konnte man die Messestände betreten, die Spielwaren betrachten und mit den Ausstellern in Kontakt treten. Die Zahl der kleinen Stände war sehr gross. Ohne eine gute Vorbereitung, z.B. über den Organizer, den die Spielwarenmesse auf Ihrer Homepage anbietet, hätte man hier den Überblick verloren. Dies überrascht bei der Zahl von 2’767 Ausstellern auch nicht.

An unserem 2. Tag, dem Dienstag konnten wir feststellen, dass gegenüber dem Vortag nochmals deutlich weniger Personen an der Messe sind. An einzelnen Ständen langweilte sich das Personal bereits und wartete ungeduldig auf das Ende der Messe. An der Schlusspressekonferenz, die am 11.00 Uhr abgehalten wurde gab es für mich nochmals interessante Informationen.

“Die Ergebnisse der Messe und die Stimmung von Herstellern und Handel wurden als sehr positiv beurteilt und als Start in ein positives Geschäftsjahr für die Spielwarenindustrie gesehen. Die Spielwarenmesse International Toy Fair Nürnberg hat mit 80’300 die magische Marke von 80 Tausend (2006: 79’800) geknackt und ist dabei auch noch internationaler geworden. Fachbesucher aus 120 Nationen (2006: 110) reisten nach Nürnberg. Der internationale Anteil stieg damit erstmals auf über 50 Prozent.

Gesellschaftsspiele, Modellbau, Holzspielzeug sowie mechanisches und elektrisches Spielzeug sind die Spitzenreiter des Jahres im Orderverhalten, wobei das weitere Handelsvolumen gleichmäßig auf die restlichen Produktgruppen der Messe verteilt ist. Dabei nimmt das Interesse an edukativem Spielzeug in allen Bereichen kontinuierlich zu.

Insgesamt hat die Spielwarenmesse ihr Leitprofil weiter nachdrücklich gestärkt und sich als führende, internationale Branchenplattform bestätigt: Aussteller und Besucher schätzen die außerordentliche Effizienz, Qualität und Businessorientierung der Fachmesse.”

Als Besucher der Messe kann ich dies bestätigen. Bei der Vorbereitung der Messe wurde man unterstützt, vor Ort klappte alles sehr gut (Beschilderung, Verpflegung usw.) und auch die Gespräche an den einzelnen Ständen haben uns sehr geholfen. Einerseits konnten bestehende Beziehungen gefestigt werden, andererseits konnten neue Beziehungen geknüpft werden. Das einzige was bei uns nicht geklappt hat, war der Versand des Messekataloges. Als wir 14 Tage vor der Messe noch keinen Katalog zu Hause hatten, haben wir uns erkundigt. Anschliessend haben wir den Katalog 3-mal erhalten. Dies zeigt auf, dass einerseits Fehler passieren, andererseits alle Mitarbeitenden der Messe bestrebt sind, ihr Bestes zu geben. Dies hat dazu geführt, dass wir den Besuch der Messe in sehr positiver Erinnerung behalten werden. Die nächste Messe vom 07. – 12.02.2008 ist auf jeden Fall ein Besuch wert.

Add to del.icio.us

Dein Kommentar hinterlassen

Get Adobe Flash playerPlugin by wpburn.com wordpress themes